Entwicklung, Aktionen und zeitlicher Ablauf des Projektes:
Die Ökomodellregion Amberg-Sulzbach hatte vom 28.09.24 bis 06.10.24 zur RegioPlus-Challenge unter dem Motto „Iss, was um die Ecke wächst“ aufgerufen und hierzu auch regionale Schulen eingeladen, sich zu beteiligen.
Als einzige Schule im Landkreis stellten wir uns der Herausforderung in diesem Zeitraum nur Lebensmittel zu verkochen, die im Umkreis von 50 Kilometern produziert worden sind. Maximal drei „Joker“, also nichtregionale Produkte, waren erlaubt.
Im Vorfeld der Challenge-Woche hatten die Schülerinnen und Schüler eifrig nach passenden Rezepten gesucht und überlegt, ob die benötigten Lebensmittel regional hergestellt werden. War das nicht der Fall, wurden Alternativrezepte gesucht bzw. Rezepte umgestaltet. Die Beschaffung der regionalen Produkte musste abgesprochen werden. Das Salz wurde vorher im Natur- und Technikunterricht selbst hergestellt. Kräuter aus dem Schulgarten wurden ebenso verkocht und man stellte schnell fest, dass das Essen auch mit diesen Gewürzen schmeckt.
Im Nachgang wurden die Rezepte noch ordentlich aufbereitet und der Ökomodellregion zur Vervielfältigung zur Verfügung gestellt.
Die Schüler waren mit solch einer Hingabe dabei, dass wir ihrem Wunsch nachkamen,im Advent Plätzchen mit heimischen Kräutern zu backen. Ob Tannennadeln oder Nelkenwurz, für jeden war etwas dabei.
Bezug zur nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des Projektes:
Die älteren Schülerinnen und Schüler wissen bereits, wie ressourcenschonend es ist Lebensmittel saisonal und regional zu verwenden. Bei der RegioPlus-Challenge kamen sie nun in Kontakt mit regionalen Direktvermarktern. Das Ziel des Wettbewerbs, nämlich das Bewusstsein für heimische Produkte und Wertschöpfungsketten zu fördern, wurde voll erreicht. Ebenso geben die älteren Schüler ihr Wissen an die jüngeren weiter. Sie zeigen auf, wie man regionales und saisonales Obst und Gemüse
für eine gewisse Zeit haltbar machen kann, z.B. durch Einkochen oder Einwecken. Der Kauf von weither gebrachten Lebensmitteln kann so weitgehend vermieden werden, die Energiebilanz wird durch kluge Vorratshaltung verbessert. Der Einkauf bei regionalen Direktvermarktern fördert zugleich die heimische Wirtschaft und man schadet so auch nicht der nachfolgenden Generation, da verantwortungsvoll mit Ressourcen umgegangen wird.
Die Schülerinnen und Schüler bestimmten das Projekt und dessen Verlauf:
Den Schülern wurde die RegioPlus-Challenge vorgestellt und sie durften selbst entscheiden mitzumachen oder nicht. Nachdem sie sich für den Wettbewerb ausgesprochen hatten, mussten sie eigenständig nach Rezepten suchen und recherchieren, ob die Zutaten wirklich heimatnah produziert werden. Dann mussten sie einkaufen und die Rezepte nachkochen. Hinterher wurden die Rezepte noch digital aufbereitet. Nachdem das Kochen nur mit den Kräutern aus dem Schulgarten so toll ankam, hatten die Schüler den Wunsch dies auch einmal mit Weihnachtsplätzchen zu probieren. Auch hierzu benötigten sie Rezepte und kontaktierten eine Kräuterpädagogin, die ihnen bei der Umsetzung half und Tipps gab.
